Die Aktie des Online-Zahlungsabwicklers zieht vor US-Börsenstart rund zehn Prozent an. Das Unternehmen hatte am Vorabend mitgeteilt, dass der Hedgefonds Elliott mit einer Investition von mehr als zwei Milliarden Dollar zu einem der grössten Aktionäre geworden sei. Elliott ist für sein Pochen auf hohe Renditen und seine Einmischung ins Management bekannt.

Der Einfluss machte sich sogleich bemerkbar: Paypal versprach Sparmassnahmen, erhöhte die Gewinnziele für das Gesamtjahr, stellte einen neuen Finanzchef vor und kündigte ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an.

Die Analysten von Jefferies begrüssten den Aktienrückkaufplan sowie einen Fokus auf Kostensenkungen und sprachen von "einem Schritt in Richtung Stabilisierung".

Die Aktie von Paypal war nach einem Rekordstand von 310 Dollar im September 2021 bis auf 67,58 Dollar vor ein paar Wochen zusammengebrochen. Im letzten Monat hat die Aktie rund 20 Prozent zugelegt.

In den drei Monaten bis Ende Juni 2022 fiel der Betriebsgewinn gegenüber dem Vorjahreswert um 32 Prozent auf 764 Millionen Dollar, wie Paypal am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das Nettoergebnis geriet sogar mit 341 Millionen Dollar ins Minus. Grund waren aber vor allem Sonderfaktoren wie höhere Steuern. Das Tagesgeschäft lief relativ rund. Paypal steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

(cash/AWP/Reuters)