Reaktionen auf den Tod von Egidius Braun »Der Grandseigneur des deutschen Fußballs«

Egidius Braun im Jahr 2019 bei einem Training der Nationalmannschaft in Aachen
Foto: Marius Becker / dpaNach dem Tod des einstigen DFB-Präsidenten Egidius Braun, der in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 97 Jahren gestorben war und von 1992 bis 2001 an der Spitze des größten Einzelsportverbands der Welt stand, haben sich einige seiner Weggefährten zu Wort gemeldet und vor allem sein soziales Engagement herausgestellt.
Der ehemalige DFL-Präsident Rainer Rauball, den eine langjährige Freundschaft mit Braun verband, sagte: »Es war immer sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Hingabe er sich sozial engagiert hat«. Er hob die Egidius-Braun-Stiftung in Mexiko hervor, die Braun nach dem Besuch eines mexikanischen Waisenhauses bei der WM 1986 gegründet hatte und sagte, »dass man im In- und Ausland nach wie vor mit Hochachtung« über das spreche, was er geleistet habe.
Braun sei ein »national wie international respektierter, weltgewandter Mann« gewesen, der sich »immer auch für die Schwächeren eingesetzt« habe, sagte Hans-Joachim Watzke, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Über viele Jahre habe sich Braun den Ruf erworben, »dass auf sein Wort stets Verlass ist.« Braun sei »der Grandseigneur des deutschen Fußballs« gewesen.
Deutschlandweite Gedenkminute für Braun
Der frisch gewählte DFB-Präsident Bernd Neuendorf stellte den Einfluss des Aacheners Braun auf den Verband heraus, er sagte: »Egidius Braun hat das soziale Engagement fest in der DNA und der Satzung unseres Verbandes verankert.«
Für alle deutschen Fußballspiele, die am Wochenende stattfinden, kündigte die designierte DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich eine Gedenkminute an. »Fußball-Deutschland verneigt sich auf diese Weise vor einem großen Präsidenten in der Geschichte unseres Verbandes, dem wir alle zu allergrößtem Dank verpflichtet sind«, sagte Ullrich.